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Ende des Online-Marketings: Interview mit Peer Wandiger

8. Dezember 2008
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Zweiter Interview-Partner in der Reihe “Ende des Online-Marketings” war Peer Wandiger von selbststaendig-im-netz.de
Viel Spaß beim Lesen!

  1. Hallo Peer! Vielen Dank, dass du Beste-Partnerprogramme.de für dieses kleine Interview zur Verfügung stehst!
    Bitte stelle dich und SiN (selbststaendig-im-netz.de) erst einmal kurz vor.

    Hallo Adrian, nichts zu danken, das freut mich doch auch. Ich bin 34, verheiratet und Vater von zwei wunderbaren Töchtern. Seit einigen Jahren bin ich selbständig und erstelle Websites, Portale und Webanwendungen für regionale Kunden. Auf meinem Blog selbstaendig-im-netz.de habe ich im Februar 2007 begonnen, meine Erfahrungen als Selbständiger mit dem Internet niederzuschreiben. Dieser Blog ist mit der Zeit immer mehr gewachsen und es macht viel Spaß dort jeden Tag mehr oder weniger viel zu schreiben.

  2. Im Zuge der Finanzkrise fürchten immer mehr um große Einbrüche im Anzeigenmarkt, die auch das Internet hart treffen könnte.
    Glaubst du an eine „Internetblase 2.0“?

    In unserem Wirtschaftssystem basiert vieles auf Erwartungen. Die Börse selber ist der Handel mit Erwartungen an die morgigen Gewinne. Deshalb gab es natürlich auch viele Erwartungen an den Internet-Markt, die in vielen Fällen so nicht eingetreten sind. Eine gewisse Blase ist da schon zu sehen, vor allem durch Leute verursacht, die kurzfristig das große Geld erwartet haben.

    Insgesamt denke ich aber, dass die Unternehmen nun noch stärker auf performance- und zielgruppenorientierte Werbung setzen werden. Denn ohne Werbung geht es eben nicht. Es wird aber nicht mehr so stark mit der Gießkanne im TV geworben, sondern z.B. mit Affiliate-Programmen ganz gezielt und nachvollziehbar.

  3. Wie genau sehen deine Geschäfte im Internet aus? Läuft es, oder spürst du schon Rezensionsängste und ein einbrechenden Werbemarkt?

    Also ich habe genug zu tun, wobei so ein einzelner Selbständiger sicher kein Maßstab ist. Auch bei meinen Webprojekten sehe ich keine Einbrüche. Man sollte sich ja mal vor Augen halten, was eigentlich passiert ist. Die Wirtschaftskrise ist ja eigentlich keine Krise der Wirtschaft, sondern des Vertrauens. Sehr, sehr viele größere Projekte im B2B Bereich und größere Anschaffungen im B2C Bereich werden normalerweise mit Krediten vorfinanziert. Ist ja auch nachzuvollziehen.

    Nun haben aber alle Angst, ihr verliehendes Geld nicht wieder zui bekommen oder sie haben Angst vor der Angst. Wenn sich die Lage beruhigt ,wird es sich auch langsam wieder normalisieren und es werden wieder Geschäfte gemacht.

    Mich als kleinen Selbständigen betrifft das aber nur bedingt und da ich auch mehrere Standbeine habe, beunruhigt mich das selber kaum. Ich finde aber auch, dass man mal die Rolle der Presse näher beleuchten sollte. Die tragen mit Ihren sensationslüsternen Schlagzeilen und Berichten auch einen nicht unerheblichen Teil zur Verunsicherung bei.

  4. Tim O‘Reilly spricht von der Finanzkrise als heilsam für das sog. „Web 2.0“. Teilst du seine Meinung?

    Zum Teil ist das richtig. Viele Player wollen immer schneller und immer mehr verdienen. Das ist im Web genau so zu spüren. Es müssen immer mehr Besucher sein, immer mehr Traffic etc.
    Es schadet nicht, dass alles mal wieder etwas runter kommt, sich beruhigt und wieder mehr auf die realistischen Daten geschaut wird.

    Das ist wie mit den vielen Money-Bloggern, die alle unbedingt reich werden wollen. Vielleicht sollten sie erstmal versuchen, halbwegs ihren Lebensunterhalt zu verdienen

  5. Die IWB titelte unlängst, dass Affiliate-Betrug weiter zunimmt. Ist es nicht Zeit für neue Werbestrategien?

    Siehe oben zu dem Thema “sensationslüsterne Presse”. Ich merke ja selbst in meinem Blog, wie verlockend möglichst “attraktive” Headlines sind. Ein Titel wie “10 definitive Tipps, wie Sie Ihr Einkommen vervierfachen” zieht halt mehr, als “Wie Sie mit Schweiß und viel Arbeit 100 Euro mehr im Monat verdienen können”.

    Was dieses spezielle Thema betrifft, so kann ich nicht viel dazu sagen. Es gibt immer Menschen, die vorhandene System zu Ihrem Vorteil manipulieren wollen. Sei es bei der Steuererklärung, beim Ranking in Google oder eben bei Affiliate-Programmen. Und die Linie zwischen “das ist Okay” und “das ist nicht mehr Okay” ist fließend.

    Die Affiliate-Netzwerke werden sich Maßnahmen überlegen müssen, wie sie solche Manipulationen verhindern, sondern wird das System nicht mehr funktionieren.

  6. Wie stellst du dir die Zukunft des Werbemarktes Internet in Zukunft vor? Welche Änderungen werden kommen, welche Werbeformate werden gehen und worin wird der Erfolg von Affiliates in Zukunft liegen?

    Oh keine Ahnung. Wer weiß schon was die Zukunft bringt. :-)

    Ich versuche einfach meine Projekte zu optimieren und dabei ehrlich zu bleiben. Ganz generell betrachtet, wird im Web sicher noch viel passieren, da es einfach für sehr viele Menschen schon ein wichtiger Lebensinhalt geworden ist. Da diese Menschen mit der Zeit aber auch medienkompetenter werden, glaube und hoffe ich, dass hochwertigere Angebote eher akzeptiert werden, als MFA-Sites etc.

    Sehr spannend wird sicher auch die technische Entwicklung werden. Das Internet hat ja nun schon ein paar sehr alte Grundlagen. Da bin ich auf jeden Fall gespannt, wie die Internet-Technik in 20 oder 30 Jahren aussehen wird.

  7. Haben die klassischen Werbemittel, die schon vor der ersten Internetblase bekannt waren mittlerweile nicht ausgedient?

    Du meinst z.B. Banner? Kann man so pauschal nicht sagen. Ich habe schon sehr gut funktionierende Banner in meinem Blog gehabt, die viele Klicks bekommen haben. Aber auch genauso viele, die kaum Klick erhalten haben. Hier war nicht die Technik, sondern die Kreativität der Bannerdesigner der Unterschied.

    Und so sehe ich es auch bei allen anderen Werbemitteln. Wenn sie gut gemacht sind und den Nerv der Zielgruppe treffen, können die meisten Werbeformen funktionieren.
    Deshalb stehe ich topmodernen und ultraneuen Entwicklung auch meist erstmal skeptisch gegenüber. Es ist immer die Frage, was man daraus macht.

    Allerdings können neuen Werbeformen natürlich auch substanzielle Vorteile haben. Affiliate-Marketing ist z.B. viel besser kalkulierbarer.

  8. Wann findest du Werbung im Internet störend, wann hilft sie dir bei der eigenen Recherche?

    Werbung kann auch helfen. Ich bin auch normaler Internet-Nutzer und wenn die Werbung meinen Nerv trifft, dann ist sie hilfreich. Oft wird aber irgendein Banner (auch Affiliate-Banner) eingeblendet und dann spricht es mich meist nicht an.

    Persönlich finde ich Layer-Ads sehr nervend, besonders wenn bei einem Klick auf den Schließen-Button ein neues Fenster aufgeht. Andere Werbung, wie Banner oder AdSense stört mich dagegen kaum.

  9. Zum Abschluss: Wo siehst du dich, bzw. selbststaendig-im-netz.de in 2 Jahren?

    In der Karibik auf meiner Yacht. :-)
    Nein im Ernst, mir macht das vor allem Spaß und so lange ich ein gutes Auskommen habe und zufrieden bin, muss es kein großes Einkommen sein. Ich bin da recht bescheiden erzogen wurden.

    Meinen Blog möchte ich natürlich weiter entwickeln und stetig dazu lernen. Evtl. findet sich ja auch mal der ein oder andere Co-Autor. Aber das wäre für mich wirklich ein großer Schritt. An Hand der Gastautoren, die alle nett waren, habe ich doch gemerkt, wie sehr mir SiN ans Herz gewachsen ist. Und bevor ich da jemanden anderes regelmäßig mit ran lasse, muss schon viel Vertrauen aufgebaut sein.

    Mich würde es schon sehr freuen, wenn ich in 2 Jahren immer noch Leser habe, die meine Artikel interessant und lesenswert finden.

Vielen Dank bei Peer Wandiger für das kleine Gespräch, ich persönlich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg und alles Gute!

Peer Wandiger ist selbstständiger Webworker und erstellt als solcher Webauftritte für regionale Kunden.
Seit 2007 betreibt er den Blog selbststaendig-im-netz.de: Rund 30.000 Besucher im Monat lesen dort die über 700 Artikel und erzeugen so ca. 58.000 Pageviews.
Im Jahr 2009 will uns Peer mit einem neuen Blog überraschen!

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One Response to Ende des Online-Marketings: Interview mit Peer Wandiger

  1. 6. Januar 2009 at 15:51

    Sehr interessanter Beitrag! Sind sinnvolle Tips dabei die einem beim eigenen Blog auch helfen können besser zu werden. Danke